Fachwissen

Abfallend
Der Druck geht bis zum Papierrand. Dadurch größeres Papierformat notwendig. Siehe auch Anschnitt.

Absatz
Textabschnitt. Inhaltliche Gliederung sollte durch typografische Elemente unterstrichen werden. So kann vor und bzw. nach einem Absatz ein vergrößerter Zwischenraum eingeschoben werden. Ferner kann man die erste Zeile eines Absatzes einrücken (Einzug).

Additive Farbmischung
Mischung von Lichtfarben. Siehe Farbmischung additiv.

AE-Vergütung
(AE = Annoncen-Expedition) Provision, die ein Verlag für eine Anzeigenvermittlung an die vermittelnde Agentur zahlt.

Affichenpapier
Papiersorten für großformatige Plakate. Material mit blauer Rückseite. Hohe Nassfestigkeit und kleisterbar.

Akkolade
Geschweifte Klammer, Nasenklammer {}; in älterer Typografie auch als horizontale Linie bei der Gestaltung von Tabellen.

Akzidenz
Drucksachen für Privat- und Geschäftsbereich, die nicht zum Buch-, Zeitungs- und Zeitschriftendruck gehören (z.B. Briefbogen, Visitenkarten, Formulare …).

Altarfalz
Parallelfalz, wobei die äußeren Seiten ohne Überlappung nach innen gefalzt werden. Der Altarfalz hat sechs Seiten, ein zusätzlicher Bruch in der Bogenmitte ergibt den achtseitigen geschlossenen Altarfalz.

Andruck
Probedruck auf einer Druckmaschine. Er dient zur Kontrolle und Abstimmung des Druckes auf die Vorlage.

Anschnitt
Der Anschnitt ist der Bereich, der über das Seitenformat hinaus definiert wird. Man vermeidet damit weiße „Blitzer“ durch Elemente, die bis an den Blattrand gedruckt werden. Elemente/Bilder, die bis zur Bogenkante reichen, sollten 3 mm über das Endformat ragen.

ANSI
American National Standards Institute, von Windows verwendeter Zeichensatz, der neben den üblichen alphanummerischen Zeichen auch nationale Sonderzeichen enthält.

Antiquaschrift
Schrift mit Serifen, wie z.B. Times, Bodoni, Garamond

ASCII
Zeichensatz, der von IBM für die Verwendung mit dem PC auf einen Werteumfang von ursprünglich 7 auf 8 Bit (Zahlen von 0 bis 255) erweitert wurde, um weitere Sonderzeichen und Blockgrafikzeichen darstellen zu können. ASCII-Text nennt man einen unformatierten Text. Im Windowsbereich wird der ANSI-Standard genutzt.

Auflösung
Für den Druck sollten Bilder eine Auflösung von 300 ppi (Pixel pro Inch) haben, und zwar bezogen auf die Ausgabegröße. Deshalb sind Bilder aus dem Internet (mal abgesehen von den Urheberrechten) für den Druck meist ungeeignet.

Aufbrechen
Aufplatzen der bedruckten Oberfläche. Gerade beim Digitaldruck, bei dem die Farbpigmente trocken auf die Oberfläche aufgebracht werden und nicht als Flüssigkeit in das Papier eindringen, kommt es oft zum Aufbrechen.

Auflage
Anzahl der in einem Zug gedruckten Exemplare einer Drucksache. Je höher die Auflage, desto billiger wird das einzelne Exemplar, da die notwendigen Kosten der Druckvorbereitung und Maschineneinrichtung anteilmäßig geringer werden..

Ausgleichen
Verändern der Buchstabenabstände nach optisch-ästhetischen Gesichtspunkten. Wird vorrangig im Versalien-Satz angewandt.

Ausschießen
Beim Druck von mehrseitigen Broschüren und Büchern müssen die Seiten auf dem Druckbogen so angeordnet werden, dass sich nach der Weiterverarbeitung (Falzen, Zusammentragen) die richtige Reihenfolge der Seiten ergibt.

Ausschießschema
Fertiger „Lageplan“ der einzelnen Seiten auf einem oder mehreren Druckbogen.

Aussparen
Nichtdeckender Teil einer Fläche, bei der das Papier beim Drucken unbedruckt bleibt. Wird z.B. ein magentafarbener Kreis auf einer cyanfarbenen Fläche gedruckt, wäre der Kreis nicht mehr magentafarben sondern Blau (durch Überdrucken Cyan + Magenta = Blau). Somit muss auf der Cyanform der magentafarbene Kreis ausgespart („ausgeschnitten“) werden.

Auszeichnung
Hervorgehobener Textteil, z.B. durch Fettdruck, Kursivdruck oder Unterstreichung.

Azureelinien
Feine Linienanordnungen, die als Kopiersicherheit bei Dokumenten, Wertpapieren, Schecks etc. dient.

Berliner Format
Papierformat für den Zeitungsdruck. Das Format ist 315 x 470 mm.

Beihefter
Auch: Einhefter. Prospekte und Drucksachen, die in Zeitschriften eingeheftet bzw. im Bund angeleimt werden.

Beschnitt
Normalerweise wird in etwas größerem Format gedruckt. Die Bögen werden dann ringsum beschnitten. Vor allem bei randabfallendem Druck (angeschnittenes Format) ist Beschneiden unumgänglich. Den abzuschneidenden Teil nennt man Beschnitt.

Beschnittmarken
Dünne Hilfslinien, welche anzeigen, wo der fertige Druckbogen geschnitten werden soll. Die Schnittmarken stehen außerhalb des Endformates.

Bestäuben
Die bedruckten Bögen werden in der Maschine auf einen Stapel ausgelegt. Je nach Papierart und Farbauftrag besteht die Gefahr, dass die Farbe auf den nächsten Bogen abschmiert oder sogar die Bögen zusammenkleben. Um dies zu verhindern wird auf die Druckbogen ein feiner Puder geblasen.

Bilderdruckpapier
Bilder werden in Form von feinen, gerasterten Punkten gedruckt. Diese kommen auf Papier mit gestrichener Oberfläche besser zur Geltung, da die Druckfarbe nicht so tief in das Papier eindringt. Bilderdruckpapier ist ein Papier, bei dem die Oberfläche mit einem Bindemittelauftrag veredelt ist. Wird auch als Kunstdruckpapier bezeichnet. Von 70 bis 170 g/m² spricht man von Bilderdruckpapier, ab 170 g/m² spricht man von Bilderdruckkarton. Bilderdruckpapier kann matt oder glänzend gestrichen sein.

Bindemaschine / Buchbindemaschine
Zur Vereinfachung der zahlreichen Schritte bei der Bindung eines Buches wurden verschiedene automatisierte Systeme entwickelt, die Bindemaschinen. In der Regel vollziehen diese Gerätschaften die gleichen Arbeitsschritte wie bei der klassischen Buchbindung und erreichen ebenso einwandfreie und haltbare Bindungen.

Bit
Abkürzung für Binary digit. Kleinste Informationseinheit eines binären (dualen) Systems, die aus nur zwei Zuständen besteht, z.B. Ja oder Nein, 1 oder 0 (digitale Technik).

Bitmap
Siehe Pixelgrafik.

Blauer Umweltengel
Zeichen für zertifizierte Produkte,welche im Spannungsfeld zwischen Ökologie und Ökonomie genau definierte Kriterien zum Wohle der Umwelt erfüllen. So gibt es z.B. eine Vielzahl von Papieren mit dem Gütesiegel des blauen Umweltengels.

Bleed
Anschnitt.

Blindmuster
unbedruckte Seiten, wie das spätere Produkt fertig weiter verarbeitet wird. Auch Dummy genannt.

Blindprägung
Prägung von Reliefstruktur ohne Farbe. Für die Prägung wird ein Prägestempel benötigt.

Blitzer
Blitzer sind ungewollte unbedruckte Stellen, die zwischen bedruckten Flächen stehen bleiben. Um Blitzer zu vermeiden, sollte man eine Überfüllung anlegen, das heißt eine geringe Überlappung der Flächen provozieren. Auch Ränder, die bei zu geringem Beschnitt von angeschnittenen Bildern stehen bleiben, heißen Blitzer.

Blindprägung
Prägung ohne Farbe. Durch Hitzeeinwirkung und Anpressdruck wird über einen gravierten Metallstempel z.B. direkt in den Leder- oder Stoffbezug der Buchdecke geprägt.

Blindtext
nichtssagender, beliebiger Text, der im Layout anstelle des vorgesehenen definitiven Textes eingesetzt wird. Damit soll der optische Eindruck (Schriftart, -größe, Zeilenabstand, Textmenge, Grauwirkung) simuliert und festgelegt werden.

Branding
Kennzeichnung eines Produktes oder einer Dienstleistung als Marke durch Bild, Wort- und Namenszeichen, Markenzeichen, Warenzeichen und Gütezeichen.

Breitbahn
Papierbogen, bei dem die Papierlaufrichtung parallel zur kurzen Bogenkante verläuft.

Bristolkarton
Aus mindestens drei Schichten zusammmengefügter Karton, dessen beide äußeren Schichten holzfrei, die inneren Lagen oft holzhaltig sind.

Broadsheet
Zeitungsformat. Größe 460 x 686 mm.

Buchblock
Dies ist der Innenteil des Buches. Bestehend aus gefalzten Druckbögen (Fadenheftung) oder Einzelblättern (Klebebindung), die zu einem Block geleimt, geheftet oder geklammert sind. Der Buchblock wird in einen Umschlag oder in eine Buchdecke eingehängt.

Buchdecke
Eine Buchdecke besteht aus einem vorderen Deckel, einer Rückeneinlage (Schrenz) und einem hinteren Deckel aus Pappe, die auf ein Überzugsmaterial wie z.B. Gewebestoff, Leder, Papier oder Kunststoff geklebt werden.

Buchdruck
Siehe Hochdruck.

Büttenpapier
Papier mit ungleichmäßigem Rand. Bei echtem Büttenpapier entsteht der Rand beim Schöpfen mit dem Papiersieb. Bei unechtem Büttenpapier wird der Rand durch Stanzen imitiert.

Chromolux
Holzfreier Bedruckstoff mit einer gussgestrichenen, extrem hochglänzenden Vorderseite und einer leicht gestrichenen Rückseite. Zur Anwendung kommt dieses Bilderdruckpapier wenn spiegelnder Glanz im Druckprodukt erzielt werden soll.

Cicero
Typografische Maßeinheit: 1 Cicero = 12 Punkt (= 4,51 mm).

City-Light-Poster
Poster in Leuchtvitrinen, die an öffentlichen Plätzen angebracht sind.

Clip Art
gebrauchsfertige Illustrationen, grafische Elemente und Symbole.

CMYK-Farbmodell
CMYK steht für Cyan (ein grünliches Blau), Magenta (ein zum Violett tendierendes Rot), Yellow (ein mittleres Gelb) und Key (Schwarz, dient nicht der Farbgebung, sondern lediglich zum Abdunkeln von Farben). Key, englisch für Schlüssel, ist der Schlüssel zum perfekten Druck. Das CMYK-Modell ist ein subtraktives Farbmodell und dient als Grundlage für den modernen Vierfarbdruck.

Coated
Gestrichenes Papier.

Color Management
Jedes Gerät im Produktionsprozess von Farbdrucken hat ein spezifisches Farbprofil, also z.B. Scanner, Belichter, Drucker. Ziel eines Color Managementsystems ist die Vergleichbarkeit und Standardisierung von Farbwerten. So sollte ein Bild am Monitor der gedruckten Abbildung möglichst genau entsprechen. Wichtig ist dabei eine genaue Kalibrierung der Geräte. Ein verbreitetes Color-Management-System existiert mit dem ICC-System.

Corporate Design
das Corporate Design ist der sichtbare, graphisch ausgearbeitete Teil der Corporate Identity (CI) und prägt somit das visuelle Erscheinungsbild des Unternehmens. Wesentliche Bestandteile des Corporate Designs sind das Firmenzeichen (Logo), die Typografie und die Unternehmensfarben.

Cromalin
Siehe Proof.

CTP
(Computer to plate). Hierbei werden die Text- und Bilddaten direkt auf die Druckplatte belichtet. Somit werden keine Filme mehr benötigt und die Filmmontage entfällt.

Cyan
Abkürzung: C, in der Repro-/Drucktechnik Bezeichnung für Blau. Siehe auch: CMYK.

Datenkonvertierung
Verschiedene Systemplattformen, wie UNIX, DOS/Windows, MAC haben völlig verschiedene Dateiformate, die nur relativ schwer anzupassen sind. Aber auch innerhalb einer Plattform, wie z.B. Windows, produzieren die vielen Anwendungsprogramme viele Dateiformate mit programmspezifischen Steuerzeichen. Um nun PC-Daten in anderen Systemen oder Programmen weiterverarbeiten zu können, müssen die Dateien konvertiert werden.
Dabei übersetzt ein Konvertierprogramm die PC-Zeichen und -Steuerzeichen in die für das Zielsystem bzw. -programm um. Besonders bei komplizierten Dateien, wie Datenbanken und Tabellen, sollte vorher eine Abstimmung erfolgen.
Datenkonvertierung ist nur ab einer bestimmten Dateigröße wirtschaftlich. Durch die Verwendung des PDF-Formats für den Datenaustausch sind viele Kompatibiltätsprobleme Geschichte.

Datenübernahme
Die Übernahme von Fremddaten zur Ausbelichtung kann mit Schwierigkeiten verbunden sein. Problematisch sind vor allem Daten aus Office-Programmen. Siehe auch Datenkonvertierung.

Deadline
Anzeigenschlusstermin.

Deckeneinband oder Deckenband
Dies ist die üblicherweise als »Hardcover« bezeichnete Bindung, bei der der Buchblock mittels eines Vor- und Nachsatzes in einen festen Einband aus Karton eingehängt wird. Mit einer Gaze wird diese Verbindung zwischen Buchblock und Decke zusätzlich verstärkt. In der Regel wird der Buchblock als Fadenheftung gefertigt. Dies macht das Hardcover in der Fertigung on Demand recht kostspielig, weshalb einfachere, geklebte Alternativen entwickelt wurden. Diese sind äußerlich ähnlich, in ihrer Haltbarkeit aber nicht stabiler als ein Taschenbuch.

Densitometer
Gerät zur Raster- und Dichtemessung von Filmen und Drucken (Dichte: Schwärzung von Filmen, Farbauftrag beim Druck).

Digitaler Druck
Es gibt verschiedene Digitaldruckverfahren: 1. Technik, die auf Laserdruck aufbaut. 2. Zwitterverfahren, bei denen zwar im Offsetverfahren gedruckt wird, die Druckform aber per Laser digital in der Druckmaschine bebildert wird (computer to press, direct imaging). Besonders Laserdigitaldruck erlaubt wirtschaftlich kleinste Auflagen, bzw. sogar individuell personalisierte Ausdrucke (z.B. für Direktwerbung).

DIN-Formate
Genormte Papiergrößen, bei der das nächst kleinere DIN-Format durch das Halbieren der Längsseiten des Ausgangsformates entsteht.

Divis
Fachterminus für den Binde- oder Trennstrich, welcher bei Trennungen und Wortkupplungen ohne Zwischenräume eingesetzt wird.

Doppel-Parallel-Falz
Alle Falze verlaufen parallel. Das Blatt wird zweimal nacheinander in der Mitte gefalzt, bis 8 Seiten entstehen.

DPI
Dots Per Inch. Maß für Rasterweite, im DTP-Bereich üblich.

Druckbogen
Bedruckter, ungefalzter Bogen aus Papier. Ein gefalzter Druckbogen wird hingegen als Lage bezeichnet. Wird er anschließend auf sein Endformat beschnitten, spricht man von einem Heft.

Druckvorstufe
Die Druckvorstufe umfasst alle Prozesse vor dem Druck, wie zum Beispiel Datenaufbereitung, Bildbearbeitung, Layouterstellung. Die Druckvorlage ist das fertige Produkt der Druckvorstufe.

DTP
DeskTop Publishing = (ursprünglich) Schreibtisch-/Bürosatz. In den letzten Jahren hat der flexiblere und mehr auf Grafik orientierte DTP-Satz den klassischen Satz abgelöst.

Dünndruckpapier
Leichtes Papier (Bibeldruckpapier) von 25–60 g/qm Papiergewicht.

Duplexdruck
Zweitondruck. So kann man z.B. durch Braun als Zusatzfarbe das Bild „wärmer“ machen.

Durchschuss
Bezeichnet den Zwischenraum zwischen zwei Textzeilen.

Egyptienne
Serifenbetonte Linearantiqua bei der die Serifen die gleiche Stärke haben wie die Grundstriche des Buchstabens.

Ein-Bruch-Falz
Druckprodukt mit nur einem Bruch.

Einhängen
So nennt man den Vorgang des Verbindens des Buchblocks mit dem Umschlag oder der Buchdecke, zum Beispiel in der Bindemaschine.

Eingebundene Grafiken
Diese Grafiken sind in die Text- bzw. DTP-Datei integriert und werden zusammen mit dieser abgespeichert. Nachteilig ist dabei, dass man meist die Grafiken selbst nicht mehr bearbeiten kann. Besser ist deshalb meist eine Verknüpfung.

Einrichten
Einstellen, Justieren einer Druckmaschine, einer Kaschiervorrichtung, Bindemaschine, etc. Das Einrichten ist aufgrund von verschiedenen Anforderungen für jeden Auftrag erneut erforderlich.

Einzelbogenanleger
Hier wird bei Bogendruckmaschinen Bogen für Bogen vom Stapel angesaugt und zu den Vordermarken transportiert. Siehe auch Schuppenanleger.

EPS
Encapsulated PostScript = Datei-Struktur, die grafische Elemente in Gruppen geschlossen beschreibt und weit reichende gestalterische Modifikationen auf dem Bildschirm zulässt (vergrößern, verkleinern, verzerren…).

Erstzeileneinzug
Wird bei Fließtext häufig angewandt, um Absätze klarer voneinander zu trennen. Man rückt dabei die erste Zeile üblicherweise soweit ein, dass – in Bezug auf die vorherige und die folgende Zeile – ein gedachtes Quadrat entsteht. Der Grad der Einrückung hängt also auch vom Zeilenabstand ab.

Etat-Kalkulator
Instrument zur überschlägigen Ermittlung sämtlicher Marketing- und Werbekosten.

Euroskala
Farbsystem für Vierfarbdruck – siehe subtraktive Farbmischung.

Fadenheftung
Bindetechnik für Bücher; mehrfach gefalzte Druckbogen werden im Rücken mit den folgenden Bogen zu einem Buchblock mit einem Faden vernäht.

Fadenzähler
Lupe zur Kontrolle der Passergenauigkeit beim Druck.

Faksimile
Originalgetreue Nachbildung/Reproduktion einer Vorlage (z.B. Handschrift, Unterschrift).

Falzarten
Es wird zwischen Parallelfalz, Wickelfalz, Altarfalz, Leporello-/Zickzackfalz und Kreuzfalz unterschieden:

Falzmarken
Markierungen, beispielsweise auf einem Briefbogen. Sie dienen als Orientierungshilfe, wo der Bogen gefaltet werden muß, damit er in den Briefumschlag passt. Druckbögen haben ebenfalls Falzmarken die anzeigen, an welcher Stelle der Druckbogen gefalzt werden muss.

Farbauszüge
Für jede Druckfarbe wird eine eigene Seite ausgegeben. In der 4c-Euroscala = 4 Seiten
(1 Seite Cyan, 1 Seite Magenta, 1 Seite Gelb, 1 Seite Schwarz)

Farbdeckung
Summe der Druckfarben. Das bedeutet, die vier Skalenfarben beim Vierfarbdruck ergeben addiert eine bestimmte Farbdeckung. Bei gestrichenem Papier sollte die Farbdeckung max. bei 320% – 340% liegen.

Farben
Gedruckt wird im Offsetdruck in der 4c-Euroscala (Cyan, Magenta, Yellow, Schwarz) oder mit Sonderfarben (HKS oder Pantone).

Farbigkeit
Ein Druckerzeugnis kann auf der Vorder- und Rückseite farbig bedruckt werden. Beispiel 4/4 farbig und 4/0 farbig.
4/4 farbig: Das Druckerzeugnis ist auf der Vorder- und Rückseite 4 farbig bedruckt.
4/0 farbig: Das Druckerzeugnis ist auf der Vorderseite 4 farbig bedruckt und auf der Rückseite unbedruckt.

Farbkontrollstreifen
Zur Überprüfung der Mindestfarbschichtdicke an allen Stellen des Druckerzeugnisses.

Farbmanagement
Siehe Color Management.

Farbmischung additiv
Farbmischung von Lichtfarben (z.B. bei Monitoren) – RGB.
Rot, Grün, Blau – Zusammenprojektion ergibt Weiß.

Farbmischung subtraktiv
Farbmischung von Körperfarben (z.B. Vierfarbdruck) – CYMK.
Cyan, Magenta, Yellow, (Kontrast) – Zusammendruck ergibt Schwarz.
Die Körperfarben reflektieren nur bestimmte Lichtanteile des weißen Lichts zurück. Theoretisch würde die vierte Farbe (Kontrast = Schwarz) nicht benötigt. In der Praxis erzielt dies jedoch bessere Ergebnisse.

Farbseparation
Grafiken und Bilder müssen für den Druck in die einzelnen Druckfarben zerlegt werden, beim Vierfarbdruck (siehe Farbmischung subtraktiv) also in Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz.

Farbzahl
Zur Beschreibung der Farbigkeit einer Drucksache ist die folgende Schreibweise gebräuchlich: z.B. 1/2fbg. – bedeutet, die Drucksache ist auf der einen Seite einfarbig, auf der anderen Seite zweifarbig. z.B. 4/4fbg. Skala – bedeutet, die Drucksache ist beidseitig im Vierfarbskalendruck.

Fensterfalz
Siehe Altarfalz

Flachdruck
Siehe Offsetdruck.

Flattersatz
Die Zeilenlänge variiert. Meist linksbündig, d.h. die Zeilen laufen links bündig und rechts unterschiedlich lang.

Flexodruck
Dieses Verfahren gehört zu den Hochdruckverfahren. Es wird mit flexiblen Klischees gearbeitet. Flexodruck findet vorwiegend Anwendung beim Verpackungsdruck, dem Bedrucken von Folien, Einkaufstaschen, Kartons usw.

FOGRA
Forschungsgesellschaft Druck e. V. Die FOGRA verfolgt den Zweck, die Drucktechnik in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Anwendung zu fördern und die Ergebnisse der Druckindustrie nutzbar zu machen.

Font
Schriftdatei. Gängig sind die Formate: True Type, Type 1 und Open Type.

Fräsen
Der Buchblock wird bei einer hochwertigen Klebebindung an seiner linken Seite gefräst. Dies erhöht die Oberfläche, auf der der Kleber haften kann und somit auch die Stabilität der späteren Bindung.

Freischlagen
Freihalten von Platz im Layout für später noch einzufügende Bilder und Grafiken.

Gaze
(Mull) leicht halbdurchsichtiger Stoff, der in der Buchbinderei als Verstärkung und zur Haltbarkeit zwischen Buchrücken des Buchblocks und des Bucheinbandes (Cover) verwendet wird.

Gedankenstrich
Im Gegensatz zum Divis ist der Gedankenstrich fast doppelt so lang und wird im Satzbereich – wie der Name es schon sagt – als Satzzeichen meistens zum visuellen Abheben von Gedanken verwendet.

Gesperrt
Zwischen den Zeichen sind Zwischenräume eingefügt. Möglichkeit zur Hervorhebung von Textstellen. Zum Beispiel: M u s t e r.

Gestaltungsraster
Anordnung der grafischen und typografischen Elemente (z.B. eines Prospektentwurfs) nach individuell aufgestellten Regeln, wobei als Gestaltungshilfsmittel das Format (einschließlich des Satzspiegels) in imaginäre Felder (Raster) aufgeteilt wird (Entwurfslehre).

Gestrichenes Papier
Papiersorte, bei dem die Oberfläche veredelt ist, die matt, halbmatt oder glänzend, ein- oder beidseitig sein kann. Das Papier bekommt dadurch eine geschlossene, glatte und stabile Oberfläche, wodurch eine hohe Detailwiedergabe und Druckqualität erreicht wird.

Gestürzte Zeile
Senkrechte Schriftzeile (z.B. auf dem Buchrücken), in der Regel von unten nach oben lesbar.

GIF
Grafikdateiformat. Mehr für Internet geeignet. Für Druck weniger sinnvoll, da Farbumfang beschränkt.

Goldener Schnitt
Der Goldene Schnitt ist Maßstab für klassisch schöne Proportion. Das Verhältnis ist 3 zu 5 zu 8.

Goldschnitt
Ist eine Schnittverzierung an einer oder an allen drei Seiten eines fertigen Buchblocks. Durch Auftragen einer bunten oder einer metallhaltigen Farbe quellen die Seiten geringfügig auf und schützen somit zusätzlich den Inhalt. Sehr beliebt bei Bibeln, Gesangbüchern und Stadtbüchern, daher u.a. auch der Name “Goldenes Buch”.

Grammatur
Ist das Gewicht von Papier und wird in Gramm pro Quadratmeter (g/m²) angegeben. Bei einer Grammatur zwischen 150 g/m² bis 600 g/m² spricht man von Karton, über 600 g/m² von Pappe. Ein Briefbogen A4, 80 g/m² wiegt 5 g.

Graupappe
Eine recht grobe Pappe mit einer Stärke von ca. 0,5 (350 g/qm) bis 4 mm (1.500 g/qm), hergestellt aus Altpapier. Die Graupappe wird z.B. für die Herstellung von Buchdecken und Kaschierungen (Hardcover) verwendet.

Greiferrand
Für den Transport durch die Druckmaschine benötigen Bogendruckmaschinen einen Rand, der nicht bedruckt werden kann. Je nach Maschinentyp beträgt der Greiferrand etwa 10 mm. Angeschnittene Papierformate erfordern deshalb größere Druckbogenformate.
Wichtig ist der Greiferrand vor allem bei Drucksachen, die nach Druck nicht mehr beschnitten werden, z.B. Kuverts.

Groteskschrift
Serifenlose Schrift, wie z.B.: Arial, Helvetika, Futura.

Grundlinie
Gedachte Linie, auf der die Buchstaben einer Schrift sitzen. Wird auch Schriftlinie genannt.

Haptik
Tastgefühl. Oberflächenwahrnehmung z.B. von Papieren.

Hausfarbe
Farbe, die im Corporate Identity festgelegt wurde und die möglichst unverändert verwendet werden soll.

Heißfolienprägung
Drucktechnisch dekorative Aufwertung einer Drucksache mittels Folien, deren Beschichtung (z.B. Metallic-Farben) durch Druck und Hitze auf das Papier bzw. den Karton gepresst werden. Oft auch in Verbindung mit Prägedruck angewandt, z.B. bei Kosmetik- und Pralinenpackungen.

HKS
Abkürzung für ein Warenzeichen bzw. eine Marke der Druck- bzw. Künstlerfarbenhersteller Hostmann-Steinberg Druckfarben, Kast + Ehinger Druckfarben und H. Schmincke & Co. Ein HKS-Farbfächer beinhaltet 120 Volltonfarben (3250 Farbtöne) für Kunstdruck- und Naturpapiere, deren Sinn die vorhersagbare Wiederholbarkeit und Kommunikation bestimmter Farbnuancen ist. HKS-Farbe kann z.B. im Offsetdruck durch Verwendung einer, industriell vorgemischten oder vom Drucker angemischten, Sonderfarbe erzielt werden.
Es gibt 4 verschiedene Farbreihen: K – für gestrichene Papiere / N – für ungestrichene Papiere / E – für Endlospapiere / Z – für Zeitungspapiere

Hochdruck
Hochdruck, auch Buchdruck: Druckverfahren, bei dem die hochstehenden Teile der Druckform eingefärbt und auf den Bedruckstoff gedruckt werden. Prinzip also wie beim Stempeln. Hochdruck war früher das gebräuchlichste Druckverfahren. Heute ist er vom Offsetdruck verdrängt worden. Hochdruck wird heute nur noch für spezielle Aufgaben eingesetzt, z.B. Eindrucke.

Hurenkind (Schusterjunge)
Fachwort für typografisch unzulässigen Umbruch. Die letzte, nicht ganz gefüllte Zeile eines Absatzes steht am Anfang der nächsten Satzseite bzw. Spalte. (Räumliche Merkhilfe: „Ein Schusterjunge muss unten im Keller arbeiten, ein Hurenkind steht oben verloren auf der Straße.“)

ICC
International Color Committee. Farbmanagementsystem. Jedes Gerät, das am Produktionsprozess beim Farbdruck beteiligt ist benötigt ein Farbprofil. Verbreitet ist das ICC-System. Viele Grafikprogramme arbeiten mit ICC und für viele Geräte gibt es ICC-Profile.

Impressum
Vorgeschriebene Nennung der Verantwortlichen für den Druck und den Inhalt von Zeitungen, Zeitschriften, Werken.

Initiale
Übergroßer Großbuchstabe am Absatzbeginn.

ISBN
Internationale Standardbuchnummer mit Angabe der Sprachgruppe, der Nummer des Verlages, der verlagsinternen Titelnummer und einer Prüfziffer.

Japan-Broschur
Bei der Verarbeitung zur Japan-Broschur wird der Inhalt als vorne geschlossenen Viertelbogen (Vierseiter) verarbeitet, dabei bleiben die Innenseiten unbedruckt und es werden ausschließlich die Außenseiten der Vierseiter bedruckt. Für den Umschlag kommen alle in Frage kommenden Varianten in betracht – das heisst, die Broschüre kann sowohl als Klappenbroschur oder auch als Schweizer Broschur verarbeitet werden. Bei geringen Inhaltsumfängen findet die Japan-Bindung, durch Erhöhung des Volumens, sinnvoll Verwendung. In Frage kommende Bindetechniken für die Japan-Broschur ist die Klebebindung mit PUR-, Hotmelt oder Dispersionsleim – im Idealfall sollte die PUR-Klebebindung Verwendung finden, dar beim Blättern auf die Blattkanten stärkere Kräfte wirken.

JPG / JPEG
Standardisiertes Grafikformat für Bilddaten. Hierbei werden die Daten komprimiert. Den Umfang der Komprimierung kann man wählen. Siehe auch Pixelgrafik. Bei zu starker Komprinierung erscheinen unschöne Artefakte.

Kalibrierung
Bildschirme, Drucker und Belichter müssen zur genauen Farbwiedergabe justiert bzw. kalibriert werden. Besonders wichtig sind die exakten Farbabstufungen.

Kalligrafie
Die Kalligrafie umschreibt die Kunst des schönen Schreibens von Hand. Es sind Schriften gemeint, die früher mit Schreibutensilien wie Breitfeder, Pinsel, Rohrfedern etc. geschrieben wurden.

Kapitälchen
Schrift in Großbuchstaben in Größe von Kleinbuchstaben. Bei Großschreibung sind die ersten Zeichen vergrößert.

Kaptalband
Ein Kaptalband dient zur Verzierung des Kopf- und Fuß-Schnittes zum Buchrücken hin und dient zur Abdeckung des offenen Bereiches zwischen Rücken und Buchblock. Man unterscheidet zwischen fertig gewebten Kaptalbändern und handgefertigten Kaptalen, welche entweder aus Leder oder Stoff bestehen.

Karton
Bezeichnung für Papiersorten mit einer Grammatur zwischen 150 bis 600g/m². Der bedeutendste Einsatz für Kartonage ist die Verpackungstechnik.

Kaschierung
Zusammenverkleben von verschiedenen Schichten, z.B. Folienkaschierung – auf Druckbogen wird Schutzfolie aufgeklebt / aufgeschweißt.

Kerning
Unterschneiden von Buchstabenpaaren. (z.B. T A = TA)

Klebebindung
Bindeverfahren bei Broschüren. Der Inhalt wird im Bund einige Millimeter abgefräst und mit Heißleim zusammengefügt. Dann wird der Inhalt am Rücken in den Umschlag „eingehängt“, d.h. eingeklebt. Für besonders haltbare Klebebindungen verwendet man PUR-Leim.

Konfektionierung
Weiterverarbeitung nach dem Druck, die über normale buchbinderische Verarbeitung (schneiden, falzen, heften) hinausgeht. Oft Handarbeit z.B. Adressierung, Kuvertierung, Bekleben usw.

Korrekturzeichen
Die fehlerhafte Textstelle sollte deutlich markiert (Rotstift!) und das verwendete Korrekturzeichen auf dem Rand wiederholt werden. Die erforderliche Änderung ist rechts neben das Korrekturzeichen zu schreiben.

Kreuzfalz
Bei dieser Falzart wird der Rohbogen so gefalzt, dass beide Falze im rechten Winkel zueinander stehen.

Lackierung
Die Druckbogen werden ganzflächig oder teilweise mit einer Lackschicht versehen. Die Drucksachen erhalten dadurch einen hochwertigeren Eindruck und sind auch besser vor Schmutz und Fingerabdrücken geschützt. Gerade bei Drucksachen mit großen Flächen ist Lackierung sehr ratsam. Man unterscheidet Drucklackierung (in der Druckmaschine) und Nitrolackierung (nachträglich) sowie Schutzlackierung, UV-Lackierung und partieller UV-Lackierung.

Lagenfalz
Falz von mehreren Blättern gleichzeitig. Bei kleineren Broschüren mit geringerem Anspruch.

Laminierung / Cellophanierung
Beschichtung mit Kunststofffolie.

Laufrichtung
Als Laufrichtung bezeichnet man die Ausrichtung der Papierfasern, die durch die Produktion des Papiers entsteht. Man unterscheidet in Breitbahn und Schmalbahn. Bei der Breitbahn ist das Papier in Längsrichtung flexibler, die Fasern verlaufen also quer zur langen Kante. Für die Klebebindetechnologie ist die Papierlaufrichtung von außerordentlicher Wichtigkeit. In Buchbinderkreisen spricht man von richtiger und falscher Laufrichtung, denn Produkte mit falscher Papierlaufrichtung haben folgende Nachteile: schlechtes Öffnungsverhalten, Wellenbildung im Bundsteg und Klebstoffeinlauf zwischen den Blättern.

Layout
Gestaltung einer Seite. Das Layout legt Schriften und die Raumaufteilung von Texten, Bildern und Grafiken fest.

Leporello
Parallelfalzart. Siehe Zickzackfalz.

Leuchtfarben
Hochpigmentierte Farben mit signalhafter Wirkung (Neonfarben).

Lumbecken
Siehe Klebebindung.

Magenta
Abkürzung: M, in der Repro-/Drucktechnik Bezeichnung für Rot (Purpur). Siehe auch: CMYK.

Makulatur
Fehlerhafte Drucke.

Marginalien
Randbemerkungen, die stichwortartig dem Leser Hilfestellung geben, nennt man Marginalien. Die Schriftgröße der Marginalien ist stets kleiner als der Fließtext.

Matchprint
Siehe Proof.

Mediävalziffern
Ziffern, die auf der Schriftlinie feine Ober- und Unterlängen haben. Sie wirken edler und harmonieren besser mit dem Schriftbild. Mediävalziffern sind nicht in jedem Zeichensatz vorhanden.

Metallicfarbe
Die Farbmasse enthält Metallicpigmente. Das Erscheinungsbild einer Drucksache wirkt edler und exklusiver und erhöht die Werbewirksamkeit durch den Auftrag einer speziellen Metall-Farbe. Die metallische Oberfläche kommt besonders bei gestrichenen Papieren und Kartons zur Wirkung.

Mittelfeine Papiere
Leicht holzhaltige Schreib- und Druckpapiere.

Moiré
Unter diesem Begriff versteht man einen unerwünschten aber leider häufig auftretenden Effekt, der durch die Überlagerung von mindestens zwei Rastern entsteht. Moirés entstehen z.B. beim Scannen von gedruckten, also bereits gerasterten Vorlagen.

Monospace
Nichtproportionale Schriftart die eine gleichbleibende Zeichenbreite besitzt. Vergleichbar mit der alten Schreibmaschinenschrift.

Naturpapier
Oberbegriff für alle aus Pflanzenfasern gefertigte Papiere ohne Behandlung der Oberfläche.

NCR-Papier
Abkürzung für No Carbon Required Paper. Eine spezielle Papiersorte, die vor allem für Durchschlagformulare verwendet wird. NCR-Papier ist chemisch imprägniert, so daß es bei Ausübung von Druck an den entsprechenden Stellen geschwärzt wird.

Nordisches Format
Auch Hamburger Format, bekanntes Zeitungsstandardformat mit der Doppelseitengröße von 570 x 800 mm. Satzspiegel 520 x 373 mm.

Nummerierung
Bei Formularen, v.a. bei Durchschreibesätzen. Beim Offsetdruck muss mit Hilfe eines zusätzlichen Eindruckwerkes mit speziellen Nummerierwerken gearbeitet werden. Diese Nummerierwerke schalten automatisch bei jedem Druckbogen weiter.

Nuten
Heraustrennen eines Materialspans aus einem dicken Karton, um das Falzen zu ermöglichen, somit kein Brechen des Kartons.

Nutzen
Oft wird eine Drucksache auf einem Druckbogen mehrfach angeordnet, man druckt dann in mehreren Nutzen.

Oberlänge
Der Hals von Kleinbuchstaben, der über ihre normale Höhe hinaus ragt, z.B. bei b, h und d.

Offset
Kommerzielles Flachdruckverfahren. Die Druckform (Aluplatte) ist flach. Beim gebräuchlichen „Wasseroffset“ erhält man das Druckbild durch den Trenneffekt von Fett und Wasser. Die Platte wird mit fettiger Farbe eingefärbt und gleichzeitig mit Wasser angefeuchtet. An den zu druckenden Stellen bleibt die Farbe, an den übrigen Stellen das Wasser. Von der Druckplatte wird dann erst noch auf ein Gummituch gedruckt und von da erst auf das Papier. Das hat den Vorteil, dass auch raue Papiere (leichter) bedruckt werden können. Man unterscheidet zwischen Bogenoffsetdruck (es wird auf Bögen gedruckt) und Rollenoffsetdruck (Papier läuft von Rollen).

Offsetpapier / Offsetdruckpapier
Geleimtes, festes Papier mit guter Dimensionsstabilität (Ausdehnungen in Länge, Breite und Dicke unter Einflüssen wie Temperatur, Feuchte usw.). Es kann maschinenglatt oder satiniert sein.

Opazität
Ist die Lichtundurchlässigkeit von Stoffen. Eine gute Opazität von Papierprodukten wird durch die Menge von Füllstoffen zwischen den Papierfasern erreicht.

Open Type
Schriftdateiformat. Ist plattformunabhängig, d.h. verwendbar für Mac und Windows.

Optische Mitte
Oder: ästhetische Mitte; die nach Augenmaß empfundene Mitte einer Gestaltungseite, Stellung einer Zeile u.a. – die optische Mitte liegt immer oberhalb der rechnerischen Mitte.

Ozalith
Blaupause (von Montage). Zur letzten Korrektur und Standkontrolle.

Pagina
Seitennummerierung.

Paginieren
Das Nummerieren der Seiten. Dabei ist zu beachten, dass bei doppelseitigen Werken links immer eine gerade Seitennummerierung und rechts immer die ungerade Seitennummerierung steht. Vor- und Nachsatz werden nicht mitgezählt. Die erste Seite des Buchblockes ist die Nummer 1. Eine Pagina taucht aber erst auf der ersten Inhaltsseite auf. Schmutztitel und Titelei bleiben in der Regel unpaginiert. Auch leere Seiten bleiben ohne Pagina.

Pantone
Farbsystem von Sonderfarben. „C“ für gestrichene Papiere, „U“ für ungestrichene Papiere.

Papier chlorfrei
Hier gibt es verschiedene Auslegungen.
ECF = Elementarchlorfrei, TCF = Totally Chlorine Free

Papierlaufrichtung
In der Papiermaschine läuft das Papier als Papierbahn vom Auflaufsieb weg. Die Papierfasern sind deshalb ausgerichtet. Die Papierlaufrichtung spielt für die Passergenauigkeit eine wichtige Rolle. Papier dehnt sich bei Feuchtigkeit quer zur Papierlaufrichtung stärker aus als parallel zur Papierlaufrichtung. Auch bei der Verarbeitung (z.B. Falzen) muss die Papierlaufrichtung beachtet werden. Kartons können bei falscher Papierlaufrichtung „brechen“.

Papiersorten
Papier gestrichen:
Papier wird noch mit einem Strich auf der Oberfläche versehen. Dadurch bessere Eigenschaften besonders beim Bilderdruck. Man unterscheidet glänzend und matt gestrichene Papiere.
Papier holzfrei:
Papier, das aus Zellstoff hergestellt wird. Zellstoff = chemisch verarbeitetes Holz.
Papier holzhaltig:
Papier, das aus Holzschliff hergestellt wird. Holzschliff = mechanisch verarbeitetes Holz.
Papier recycled:
Papier, das aus Altpapier hergestellt wird.
Papier satiniert:
Papier, dessen Oberfläche in der Papiermaschine durch Pressen geglättet wird, z.B. zur besseren Beschreibbarkeit.

Parallelfalz
Alle Falze verlaufen parallel. Zu den Parallelfalzen gehören der Wickelfalz, der Altarfalz, der Leporellofalz und der Parallelmittenfalz.

Parallelmittenfalz/ V-Falz
Der Parallelmittenfalz ist eine Form des Parallelfalzes, bei dem ein Bogen immer in der Mitte in der gleichen Richtung gefalzt wird (V-Falz). Dies kann im Quer- wie im Hochformat geschehen. Zwei solcher Falzungen ergeben 8 Seiten, diese Form wird auch Doppelparallelfalz genannt.

Partielle UV-Lackierung
Geeignet für die Hervorhebung einzelner Stellen. Form und Größe der lackierten Stelle können frei gewählt werden und erzielen interessante Effekte.

Passergenauigkeit („Passer“)
Muss ein Druckbogen mehrmals durch die Maschine laufen, so ist eine genaue Ausrichtung jedes Bogens entscheidend. An Vorder- und Seitenmarken wird deshalb jeder Bogen exakt ausgerichtet. Passergenauigkeit setzt höchste mechanische Präzision der Druckmaschine voraus.

Passkreuz
Marke zum Einpassen von Druckfarben beim Mehrfarbendruck.

PDF
Portable Document Format ist ein hochstrukturiertes Dokumentformat, das auf der Sprache PostScript basiert und für eine nahtlose Portabilität zwischen Rechnerplattformen und Ausgabegeräten entwickelt wurde. PDF-Dateien sind kompakte Dateien, die alle Informationen zu Schriftarten, Grafiken und Druck in hoher Auflösung enthalten. PDF-Dateien können mit dem Adobe Distiller erzeugt werden.
Am besten für die Verwendung als Druckvorlage ist die Option „PDF-X3“. Soll im Farbdruck produziert werden, dann sollten die Daten im DTP/Grafik-Programm bereits im CYMK-Format vorliegen.

Perforation
Anstanzung von Karton bzw. Papier, um einen Teil abreißen zu können. Man unterscheidet Lochperforation und Schlitzperforation.

Piktogramm
Grafisches Element zur Symbolisierung und schnellen Erkennung.

Pixel
Bildpunkt, siehe Pixelgrafik Pixelgrafik. Auch Bitmap Grafik, die sich aus Bildpunkten (Pixeln) zusammensetzt, z.B. bei Bildern. Typische Pixelformate: PCX, JPG, TIF. Pixelgrafiken ergeben bei starker Vergrößerung Probleme, weil dann die einzelnen Pixel sichtbar werden. Es können z.B. Treppeneffekte bei Konturen und Linien auftreten.

Plastikeffektheftung
Bindeverfahren für Einzelblätter. In die Blätter werden Löcher gestanzt, durch welche eine Bindeleiste aus Kunststoff eingefädelt wird.

Postkartenkarton
Karton mit dem Gewicht von ca. 170g/m².

Postscript
Genormte und verbreitete Seitenbeschreibungssprache. Postscript ermöglicht die Ausgabe auf postscriptfähige Drucker oder Belichter in hoher Qualität. Postscript enthält englische Klartextkommandos. Text- und Grafikdaten werden verschlüsselt.

Prägestempel
Für Blindprägungen wird meistens eine gravierte Messingplatte verwendet.

Proof
Prüfdruck zur Simulation vor allem von Vierfarbdrucken als Andruckersatz.

Punkt
Typografische Maßeinheit, eigentlich durch metrisches System abgelöst, aber für Schriftgrößen noch gebräuchlich. 1 Punkt (Didot-System) = 0,376 mm.

Punktzuwachs
Um z.B. eine Graufläche im Offsetdruck reproduzieren zu können, muss die Fläche aufgerastert werden. Nur so läßt sich mit der Farbe Schwarz ein grauer Farbton erreichen. Wenn der Bedruckstoff stark saugend ist, kann der Druckpunkt in seiner Flächenausdehnung zunehmen, so dass auf die Fläche betrachtet ein dunklerer Grauton entsteht, da Weißfläche verloren geht.

Punzen
Mit Punzen wird der nichtdruckende Innenteil eines Buchstabens beschrieben. Die Punzenbreite des Kleinbuchstabens »n« dient als Anhaltspunkt für den Wortzwischenraum.

Randabfallend
Das Bild geht bis zum Rand des Formats. Um Blitzer zu vermeiden müssen drei Millimeter Beschnitt zugegeben werden.

Randausgleich
Optimiert den Satzrand. Man schiebt mächtige Versalien (V oder W) etwas über den eigentlichen Rand hinaus, so dass der optische Eindruck eines sauberen senkrechten Randes entsteht.

Raster
Um Halbtöne (Farbzwischentöne) im Druck darstellen zu können, werden Raster verwendet. Das menschliche Auge erfasst die Rasterpunkte als Halbton (z.B. bei Schwarzdruck Grautöne). Je nach Größe der Rasterpunkte kann der Farbwert gesteuert werden.

RAW
Digital Kameras erlauben meist das Abspeichern in diesem Format. Der Vorteil liegt in den vollständigen Informationen, die höhere Bildqualität und vor allem bessere Nachbearbeitungsmöglichkeiten bieten als JPEG.

Recyclingpapier
Papier mit einem Anteil von 100 % Altpapier ohne Bindemittelauftrag.

Registerhaltigkeit
Bei mehrspaltigem Satz liegt Registerhaltung vor, wenn die Schriftlinien benachbarter Zeilen sich auf gleicher Höhe befinden.

Remaline
Transportlochung bei Endlospapieren.

RGB-Farbraum
Ist das Standardmodell für die Darstellung additiver Farbmischung und geeignet für Bildschirmdarstellungen. Es basiert auf den drei Primärfarben Rot, Grün und Blau. Siehe additive Farbmischung.

Rheinisches Format
Bekanntes Zeitungsstandardformat mit der Doppelseitengröße von 530 x 750 mm. Satzspiegel: 480 x 325 mm.

Ries
Packungseinheit für Papier. Beinhaltet je nach Papiergewicht und Papierformat eine bestimmte Anzahl von Bogen. Bei vielen Papiersorten muss mindestens ein Ries bestellt werden, Anbruchmengen sind dann nicht möglich.

Rillung
Bei stärkerem Karton (etwa ab 170g/m²) sollte vor dem Falzen gerillt bzw. genutet werden. Im Prinzip wird dabei an der Stelle, wo gefalzt werden soll, eine Rille in den Karton eingeprägt. Dadurch kann man vermeiden, dass Papierfasern beim Falzen unschön „brechen“.

Ringösen
Ausgebogene Heftklammern zum Abheften der Broschüre in einem Ordner.

RIP
Raster-Image-Prozessor. Für die Ausgabe auf Laserbelichtern oder auch Laserdruckern müssen die Text- und Bilddaten aufbereitet werden. Das RIP berechnet, wo Pixel belichtet werden müssen und wo nicht. Die Berechnung erfolgt auf Basis der Seitenbeschreibungssprache (z.B. Postscript) der Druckdatei. In Laserdruckern ist das RIP fest integriert.

Rohbogen
Für den Druck werden Überformate verwendet, um die Drucksachen nochmals sauber beschneiden zu können. Gängige Rohbogenformate sind z.B. 43x61cm, 44x63cm, 61x86cm, 65x92cm oder 70x100cm.

Rollenrotation
Es wird eine Papierrolle bedruckt. Anschließend wird die Rolle in Einzelexemplare geschnitten. Vorteil: Sehr hohe Geschwindigkeiten, daher ideal für Großauflagen.

Rotationsdruck
Die Druckabwicklung erfolgt über Zylinder. Man unterscheidet Bogen- und Rollenrotation.

Rückendrahtheftung
Klammerheftung mit Heftdraht durch den Rücken einer Broschüre.

Rundsatz
Kreisförmig angeordneter Satz (Formensatz).

Sammelhefter
Maschine zur buchbinderischen Fertigung von Broschüren. Der Sammelhefter trägt die (bereits gefalzten) Druckbögen zusammen, heftet und schneidet die Broschüre.

Satzfehler
Fehler, die bei der satztechnischen Umsetzung eines Textes entstehen, zum Beispiel Fehler bei der Silbentrennung, unabsichtlicher Flattersatz im Blocksatz etc.

Satzspiegel
Der Raum einer Seite, auf dem Text, Bild und Grafik angeordnet werden soll. Der Satzspiegel kann asymmetrisch frei bestimmt werden oder einem Gestaltungsraster folgen.

Scheckkartenformat
Die Scheckkartengröße hat sich als Standard für Visitenkarten eingebürgert. Format: 54 x 85 mm.

Schmalbahn
Papierbogen, bei dem die Papierlaufrichtung parallel zur langen Bogenkante verläuft.

Schmuckfarben
Auch als Spotcolours oder Sonderfarben bezeichnet. Schmuckfarben werden als eigene Farbe gedruckt und nicht wie im Vierfarbdruck aus den Grundfarben CMYK zusammengesetzt. Zu den gebräuchlichen Schmuckfarbenpaletten zählen z.B. HKS, Pantone, Metallicfarben und Leuchtfarben.

Schön- und Widerdruck
Bedrucken von beiden Seiten eines Bogens. Schön- und Widerdruckmaschinen können dies in einem Durchgang. Schöndruck ist die zuerst bedruckte Bogenseite.

Schreibpapier
Papier mit geglätteter Oberfläche zur besseren Handbeschriftung.

Schreibschriften
Eignen sich z.B. für Privatdrucksachen, Glückwunschkarten, Urkunden. Wegen der schlechteren Lesbarkeit nicht für längere Texte sinnvoll.

Schrift
Entscheidend für die Funktionalität von Schriften ist natürlich die Lesbarkeit.
Der Mensch liest nicht Buchstabe für Buchstabe, sondern das Auge springt auf einer „Leselinie“ von Fixationspunkt zu Fixationspunkt. Da das gewohnte Schriftbild besser und schneller erkannt wird, sind weitverbreitete Schriftarten besser lesbar als ausgefallene Schriften oder etwa Schreibschriften. Auch bei den Auszeichnungs-Schriften gibt es Unterschiede in der Lesbarkeit. Kursive und fette Schriften sind schlechter lesbar. Gut zu lesen sind dagegen halbfette Schriften. Bei Texten mit geringem Umfang kann man natürlich auch extravagante Schriften einsetzen.

Die typografische Raumaufteilung spielt ebenfalls eine große Rolle für die Lesbarkeit:
Buchstaben-Abstand (Spationierung): Gesperrte Schrift ist schlechter lesbar.
Wort-Abstand (Ausschluss): Der Wort-Abstand sollte kleiner als der Zeilen-Abstand sein.
Zeilen-Abstand (Durchschuss): Geringer Durchschuss vermindert die Lesbarkeit.
Zeilenbreite: Schmale Zeilen sind im Flattersatz besser lesbar, da Gedanken so leichter zusammengefasst werden können, breite Spalten sind dagegen im Blocksatz besser zu lesen, weil das Schriftbild für das Auge ruhiger ist.

Weitere Faktoren für die Lesbarkeit sind Farbe von Schrift und Schrifthintergrund. Entscheidend ist hierbei der Kontrast der Schrift zum Hintergrund. Auch stark glänzendes Papier vermindert die Lesbarkeit. Dagegen wirken Bilder auf glänzendem Kunstdruck-Papier brillanter. Ferner sind positive Schriften (schwarz auf weiß) weitaus besser lesbar als helle Schriften auf dunklem Grund.

Schuppenanleger
Im Gegensatz zum Einzelbogenanleger wird hier bei Bogendruckmaschinen nicht Bogen für Bogen einzeln zu den Vordermarken transportiert, sondern es werden mehrere Bogen gleichzeitig überlappend (schuppenweise) befördert. Das ermöglicht höhere Laufruhe der Maschine und höhere Geschwindigkeiten.

Schusterjunge (Hurenkind)
Fachwort für typografisch unzulässigen Umbruch: Die erste Zeile eines neuen Absatzes steht als unterste Zeile einer Satzseite bzw. Spalte. Die folgende Seite beginnt demnach mit der zweiten Zeile. (Räumliche Merkhilfe: „Ein Schusterjunge muss unten im Keller arbeiten, ein Hurenkind steht oben verloren auf der Straße.“)

Schutzumschlag
Ist ein um den eigentlichen Einband (zum Beispiel die Buchdecke beim Hardcover) umgelegtes und eingeschlagenes Blatt. Der Schutzumschlag kann bedruckt und auch kaschiert sein.

Schwarz
Abkürzung: K (Key), in der Repro-/Drucktechnik Bezeichnung für Schwarz. Siehe auch: CMYK.

Schweizer Broschur
Bei der Verarbeitung zur Schweizer Broschur wird der Umschlag lediglich dreimal gerillt und der Inhaltsblock mit einer schmalen Leimspur an der letzten Umschlaginnenseite verklebt. Diesem Sachverhalt verdankt die Schweizer Broschur ihr verbessertes Aufschlagverhalten des Umschlagtitels – der Umschlag kann so flach auf einer Unterlagen liegen. Des weiteren wird beim Durchblättern des Inhalts der Broschüre keine Spannung – durch den Verzicht der Zierrille auf dem Umschlagtitel – auf den Umschlag übertragen, so dass die Gebrauchsspuren durch Knicke stärker vermindert werden. Darüber hinaus erhält die Umschlagtitelseite, durch Wegfall der Zierrille, so ein einheitliches respektive eleganteres Erscheinungsbild. Um die Belastung der Verklebung auf Umschlag und Inhalt besser auszugleichen, wird auf die Zierrille des Umschlagrücktitel nicht verzichtet. Der Inhaltsblock wird bei der Schweizer Broschur mit einem Fälzel (Gewebeband) oder als Imitierte Schweizer Broschur mit einem Innenumschlag (ohne Zierrillen) gefertigt. In Frage kommende Bindetechniken für die Schweizer Broschur ist die Klebebindung (mit PUR-, Hotmelt oder Dispersionsleim) oder Fadenheftung.

SD-Papier
Selbstdurchschreibepapier. Dieses Papier ist mit verschiedenen Oberflächen beschichtet, die Durchschreiben ohne Kohlepapier ermöglichen. Man unterscheidet Oberblatt (CB), Mittelblatt (CFB) und Schlussblatt (CF).

Seitenversatz
Bei rückengehefteten Broschüren ist das äußerste Blatt länger als das innerste. Damit der Stand der Seiten und vor allem der Paginierung immer gleich bleibt, muss der Bund bei den äußeren Blättern entsprechend vergrößert werden.

Sekundärfarben
In der Drucktechnik sind Sekundärfarben alle Farben, die aus den drucktechnischen Primärfarben (CMYK) in direkter Mischung hergestellt werden können, z.B. Cyan + Yellow = Grün oder Magenta + Yellow = Rot.

Selbstdurchschreibendes Papier
Reaktionspapier mit Farbkapseln zur Herstellung von Durchschriften z.B. Quittungsblock. Siehe auch NCR-Papier.

Serifen
Serifen sind kleine Abschlussstriche bei Schrifttypen, z.B. bei Times, Bodoni.

Siebdruck
Durchdruckverfahren. Durch ein Sieb wird Farbe auf den zu bedruckenden Gegenstand gedrückt. Nicht zu bedruckende Stellen werden von einer (fotochemisch hergestellten) Schablone abgedeckt. Eignet sich besonders für Verpackungsdruck und Bedrucken von Metallen und Kunststoffen.

Skala (4C)
Farben im Vierfarbendruck: Magenta (bläuliches Rot), Gelb, Cyan (grünliches Blau), Schwarz Siehe auch Farbmischung subtraktiv.

Sonderfarbe
Im Gegensatz zu den genormten Skalenfarben, mit denen man über Rasterung Farben mischen kann, werden Sonderfarben „echt“ gedruckt.

Spationierung
Der Begriff beschreibt die Festlegung von Zeichenabständen der Buchstaben, Worte und andere Zeichen. Durch das Vergrößern und Verkleinern dieser Abstände werden Lesbarkeit und Laufweite des Textes beeinflusst.

Spiralheftung
Bindeverfahren zum Heften von Einzelblättern. In die Blätter werden Löcher eingestanzt, durch welche eine Drahtspirale eingefädelt wird. Auch Wire-O-Bindung genannt.

Stanzung
Mit Stanzen kann man beliebige, auch unregelmäßige Formen erzeugen. Benötigt wird ein Stanzwerkzeug.

Steg
Diese Bezeichnung für Seitenränder oder Spaltenzwischenräume stammt noch aus den Zeiten von Bleisatz und Buchdruck. Damals wurden die Zwischenräume durch das Einbauen von Metallstegen in die Druckformen erreicht.

Tampondruck
Indirektes Druckverfahren (Tiefdruckprinzip), bei dem ein Tampon aus Silikonkautschuk auch dreidimensionale Gegenstände wie z.B. die Innenseiten eines Bechers, Spielzeugfiguren u.a. bedrucken kann.

TCF
Totally Chlorine Free. Völlig chlorfreies Papier.

Tiefdruck
Dieses Druckverfahren wird bei großen Auflagen, z.B. bei Zeitschriften und Katalogen eingesetzt. Text und Bild werden hierbei in einen Kupferzylinder geätzt oder graviert. Die zu druckenden Bereiche sind somit vertieft. Der Zylinder läuft in einer Wanne mit dünnflüssiger Farbe. Ein Rakel streift die überschüssige Farbe ab, so dass sich nur noch in den Vertiefungen Farbe befindet. Das zu bedruckende Papier saugt sich die Farbe dann aus den Farbnäpfchen (kleine, im Druckzylinder eingeätzte bzw. eingravierte Vertiefungen).

TIF / TIFF
Standardisiertes Grafikformat für Bilddaten. Im Gegensatz zum JPG/JPEG-Format werden die Bilddaten hier nicht durch Komprimierung verfälscht (keine Artefakte). Siehe auch Pixelgrafik.

Titelei
Vorspann eines Buches mit allen Seiten vor dem eigentlichen Text. Dazu gehören insgesamt: Schmutztitel, Haupttitel, Impressum, Widmung, Vorwort, Inhaltsverzeichnis, Einleitung sowie Vakatseiten (unbedruckt).

Toner
Der Toner ist die »Druckfarbe« im Digitaldruck. Es handelt sich dabei um eine Art mikrofeinen »Pigment-Staub«, der mittels statischer Aufladung auf das Papier gebracht und hier fixiert wird.

Überfüllung
Überlappung verschiedener Farben, um „Blitzen“ zu vermeiden. Manche Programme gestatten eine automatische Überfüllung.

Umbruch
Die Herstellung einer Werk- oder Zeitungsseite durch Verteilung der Textzeilen auf Seiten und Spalten. Durch Vermeidung von Umbruchfehlern (siehe Hurenkinder, Schusterjungen) soll ein möglichst störungsfreier Lese-Rhythmus garantiert werden.

Umdrehen
Einen Bogen so wenden, dass Vorder- und Seitenanlage wechseln. Es wird die gleiche Bogenseite bedruckt.

Umschlagen
Einen Bogen so wenden, dass die Seitenmarke wechselt, die gleiche Seite jedoch an den Vordermarken bleibt. Nach dem Umschlagen liegt die Rückseite des Bogens oben.

Umstülpen
Einen Bogen so wenden, dass die gleiche Seite an der Seitenmarke bleibt, die Vordermarke jedoch wechselt. Nach dem Umstülpen liegt die Rückseite des Bogens oben.

Ungestrichenes Papier
Siehe Naturpapier.

Unterlänge
Teil eines Buchstabens, der unter die Grundlinie läuft.

Unterschneiden
Siehe Kerning.

UV-Lackierung
UV-lackierte Drucke bieten sehr hohen Glanz, sind dauerhaft schmutzgeschützt sowie kratz- und scheuerfest. UV-Lackierungen eignen sich für gestrichene Papiere, die wenig saugfähig, aber gut temperaturbeständig sind.

Vakat
Als Vakat wird eine unbedruckte Seite bezeichnet. Eine Vakatseite enthält keine Pagina.

Vektorgrafik
Im Gegensatz zur Pixelgrafik ist Vektorgrafik nicht aus Bildpunkten aufgebaut, sondern aus Vektoren. Mathematisch definierte Funktionen „konstruieren“ die Grafik. Vorteil: Vektorgrafiken lassen sich ohne Qualitätsverlust beliebig vergrößern.

Verdrängung/Seitenverdrängung
Das bei mehrfach gefalzten Planobögen durch die Materialdicke bedingte Verdrängen der inneren Seiten nach außen. Besonders ausgeprägt bei vielseitigen Broschüren in Rückenstichheftung.

Verpackungsdruck
Es finden – abhängig vom zu bedruckenden Material – verschiedene Druckverfahren Verwendung. Für Schachteln und Papierverpackungen wird meist Offset eingesetzt. Zum Bedrucken von Tragetaschen, Plastiktüten usw. verwendet man häufig Flexodruck. Dies ist eine Sonderform des Hochdrucks, bei der mit Gummiklischees gedruckt wird. Bei Glas und Kunststoff findet der Siebdruck Einsatz.

Versalie
Großbuchstabe.

Visitenkartenformat
Es gibt hier zwar keine offizielle Norm, aber es hat sich die Scheckkartengröße (54mm x 85mm) durchgesetzt.

Vollton
Nicht gerasterte, einfarbig dargestellte Fläche.

Volumen
Papiere mit gleichem Flächengewicht können unterschiedlich dick sein, also unterschiedliches Volumen haben. Mit dem Papiervolumen wird der Rauminhalt eines Papiers im Vergleich mit einem herkömmlichen Papier bezeichnet. Papier mit dem Volumen 1,3 nimmt also 30 % mehr Raum ein, ist also bei gleichem Flächengewicht 30 % dicker.

Vorsatz/Nachsatz
Einfach gefalzter Bogen aus stabilem Papier, durch den die Buchdecke mit dem Buchblock verbunden wird. Der Vor- und Nachsatz kann bedruckt werden.

Wasserzeichen
Ausgedünnte Faserschicht im Papier. Bei durchscheinendem Licht wird das so genannte Wasserzeichen als transparenteres Bild sichtbar.

Weiterverarbeitung
Arbeitsschritte nach dem reinen Druck. Zur Weiterverarbeitung gehört unter anderem die Bindung, aber auch das Zusammentragen oder Konfektionieren (Zuschneiden, Binden, Verpacken etc.).

Weißegrad
Der Weißegrad liegt bei Standardpapieren zwischen 70 und 110 Prozent. Recyclingpapiere sind deutlich dunkler und liegen bei 70 bis 80 Prozent. Hochweiße Papiere können nur aus frischen Holzfasern hergestellt werden. Um einen Weißegrad von über 100 Prozent zu erreichen, werden optische Aufheller eingesetzt. Aber auch Recyclingpapiere werden oft optisch aufgehellt um eine gleichbleibende Weiße zu erreichen.

Weißraum
Flächenteile, die in einer Drucksache unbedruckt bleiben, nennt man Weißraum. Die Aufteilung der bedruckten und unbedruckten Fläche spielt bei der Gestaltung eine wichtige Rolle.

Wickelfalz
Parallelfalzart. Der Druckbogen wird zwei- oder mehrmalig ohne Richtungswechsel um ein Bogenteil gefalzt.

Widerdruck
Der Druck auf die Rückseite eines bereits einseitig bedruckten Bogens. Siehe auch Schöndruck.

Wire-O-Bindung
Bindeverfahren zum Heften von Einzelblättern. In die Blätter werden Löcher eingestanzt, durch welche ein Bindeelement aus Draht eingefädelt wird.

Zickzackfalz oder Z-Falz
Der Druckbogen wird nacheinander gefalzt, wobei jeweils die Richtung des Bruches geändert wird.

Zusammentragen
So bezeichnet man das manuelle oder maschinelle Aufeinanderlegen von einzelnen Lagen oder Bögen für einen Buchblock.

Zwischenschnitt
Werden mehrere Nutzen zusammen gedruckt und die Einzelnutzen sind angeschnitten, so müssen Zwischenräume zwischen den einzelnen Exemplaren eingefügt werden, die dann beim Schneiden herausgeschnitten werden müssen.